Beschreibung

Wie sehen Wattböden aus?

Wattböden an der südlichen Nordseeküste und im Gezeitenrückstaubereich der hier mündenden Flüsse erleben einen ständigen Wechsel von Überflutung während der Flut und Trockenfallen während der Ebbe. Je nach Sediment (Sand, Mischlagen, Schlick) und seinem Gehalt an organischer Substanz und an Schwefelverbindungen kann der Wattboden unterschiedlich gefärbt sein. Die obersten Millimeter bis wenige Zentimeter sind meist durch Sauerstoffeinfluss gelbbraun bis rostbraun gefärbt.
Darunter folgen hellgraue bis schwarze Bereiche im sauerstoffarmen bis sauerstofffreien Milieu. Schwefelverbindungen und organisches Material wird von Organismen abgebaut. Dabei entstehen schwarzfärbende Eisensulfide.

Flusssandwatt aus eisensulfidhaltigem Flusssand mit gelbbraunem Oxidationssaum an der Bodenoberfläche (Foto Behörde für Umwelt und Energie Hamburg)

 

Flusswatt aus Flusssand mit 5 cm mächtigem belüfteten hellbraunem Bereich (Oxidationszone) an der Bodenoberfläche über hell- bis schwarzgrau gefärbtem unbelüftetem, wassererfülltem Bereich (Reduktionszone) (Foto Behörde für Umwelt und Energie Hamburg)

 

Grabende Bewohner des Wattbodens wie Muscheln und Wattwürmer  sorgen mit ihren Grabgängen für eine Belüftung des Unterbodens entlang ihrer Grabgänge.

Luftsauerstoff in den Grabgängen der Wattbewohner färbt einen Saum um die Grabgänge rostbraun. (Foto Behörde für Umwelt und Eenergie Hamburg)