Düngung und Pflanzenschutz

Durch Düngung werden die Nährstoffgehalte der Böden erhöht, durch Kalkung die
pH-Werte. Damit wird der natürlichen und anthropogenen Versauerung entgegengewirkt und Verwitterungsvorgänge verlangsamen sich. Böden unter Acker besitzen in der Regel höhere pH-Werte (pH CaCl2 5 – 7), niedrigere Humusgehalte und deutlich höhere Gehalte an austauschbarem Calcium und Magnesium als Waldböden. Je nach Ausgangsgestein und Bodenentwicklung sind die Kennwerte auf Ackerböden dennoch sehr unterschiedlich.

Während in gekalkten Oberböden unter Ackernutzung austauschbares Calcium bei weitem überwiegt, ist in Waldböden Aluminium das dominante austauschbare Kation.
Organische Dünger (Mist, Gülle, Kompost, Plaggen, Ernterückstände) erhöhen die mikrobielle Aktivität und haben einen sehr starken Einfluss auf die Stabilität der Aggregate im Oberboden. Bei langjähriger organischer Düngung steigt der Anteil kleinerer und stabilerer Aggregate (>0,5 mm).