Verbreitung

Ackerböden sind in ganz Deutschland weit verbreitet. Die Verbreitung hängt vor allem von der Ertragsfähigkeit der Böden und den klimatischen Bedingungen ab. In Landschaften mit fruchtbaren und ertragreichen Standorten beträgt ihr Flächenanteil bis über 70%.  Dies sind vor allem Böden aus Löss und seinen Umlagerungsbildungen, aus Geschiebemergel, Auenablagerungen und aus lehmigen bis tonigen Verwitterungsbildungen aus mergeligen Ausgangsgesteinen. In Mittelgebirgslagen ist der Flächenanteil erheblich geringer und Böden mit Grünlandnnutzung überwiegen, wie z.B. in der Eifel, dem Hunsrück, dem Alpenvorland und dem Sauerland. In Berglandschaften mit flachgründigen Böden und submontanen bis montanen Höhenzonen überwiegen Wälder. In den feuchten Niederungen der Norddeutschen Tiefebene  nördlich von Bremen und westlich von Hamburg überwiegt Grünland – Ackerbau ist hier vor allem auf den Geestrücken möglich.

Verteilung der Ackerflächen (> 5 ha)  in Deutschland
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Mehr als die Hälfte der Fläche Deutschlands wird auch heute noch landwirtschaftlich genutzt. Ackerböden nehmen zurzeit mit ca. 120.000 km² noch den höchsten Flächenanteil aller Bodennutzungen in Deutschland ein. 1945 betrug die Landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland (BRD + DDR) zirka 190.000 km², heute liegt diese bei 170.000 km² – die Abnahme von 20.000 ha ging hauptsächlich zulasten des Ackerlandes.