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Brauner Auenboden

Brauner Auenboden aus Hochwasserablagerungen des Rhein in der Urdenbacher Kämpe bei Düsseldorf. Ein Archiv der Natur- und der Kulturgeschichte zugleich. © G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres

Brauner Auenboden aus Hochwasserablagerungen des Rhein in der Urdenbacher Kämpe bei Düsseldorf. Ein Archiv der Natur- und der Kulturgeschichte zugleich. Der Rhein hat hier in den letzten 10.000 Jahren bis zu 7 Meter Auenmaterial abgelagert. Wie in einem Buch können wir in braunen Auenböden über die Geschichte einer Flusslandschaft blättern. Die Mächtigkeit der Sedimente, ihr Humusgehalt und ihre Körnung spiegen die Klimadynamik wieder. In diesem Boden stecken Bruchstücke eines römischen Kartells, eines mittelalterlichen Ritteersitzes und aus dem Industriezeitalter. Zahlreiche Regenwurmröhren und Wühlgänge von Maulwürfen und auch der krümelige Bodenaufbau erzählen von der hohen biologischen Aktivität dieses fruchtbaren Bodens. Chemische Kennwerte weisen auf mittelalterliches Handwerk und industrielle Metallverarbeitung hin. Wechselnde Humusgehalte und Pollen verraten uns etwas über die Nutzungsgeschichte als Hartholzaue, Auenwiese und Ackernutzung. © G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres