Entstehung

Löss ist eine staubförmige Windablagerung, die während der Eiszeiten abgelagert wurde und noch heute in Teilen Asiens abgelagert wird.

Löss ist eine staubförmige Windablagerung, die während der Kaltzeiten abgelagert wurde. Dies geschieht auch heute noch in Landschaften mit kaltzeitlichem Klima wie in den Kältesteppen Innerasiens und den Tundren Sibiriens und Nordamerikas.

Er entsteht, wenn Schluff (mehlartige Partikelgröße) und feinster Sand bei fehlender Vegetationsdecke während der Kaltzeiten aus Flussauen, Gletschervorland und kahlen Bergflächen ausgeweht werden und sich nach einem längeren Transport (einige zehn bis mehrere hundert Kilometer) in Bereichen mit dichterer Vegetation wieder ablagern. Kalk und Gesteinsbruchstückchen sorgen für eine stabile Lagerung. Verantwortlich für die Mobilisierung des Mineralstaubs aus den Gletschervorfeldern, Flussauen und vegetationsfreien Gebirgen sind sowohl die vorherrschenden Westwinde als auch die in den Kaltzeiten häufigen trocken-kalten Fallwinde vom alpinen Eispanzer und dem nordischen Inlandeis.

Mächtiger Rohlöss im Windschatten des Basaltkegels Dächelsberg am Ostrand des Siebengebirges bei Bonn. – © Alfred Dickhof, Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen