Pseudogley aus Löss

Pseudogleye (Stauwasserböden) stauen durch einen wenig durchlässigen Bodenbereich das Sickerwasser. Dadurch erhalten sie ein besonderes Aussehen. Unter dem humushaltigen, dunkelgrauen Oberboden folgt ein hellgrauer und rostfleckiger Stauwasserleiter. Darunter befindet sich ein grau-rostfleckig marmorierter Staukörper. Der Feuchtezustand dieser Böden wechselt von nass über feucht bis trocken, in Abhängigkeit von der Niederschlagsverteilung und -menge. Sie sind typische Wald- und Grünlandstandorte und durch Entwässerung sowie durch Bodenverbrauch gefährdet. Aufgrund ihrer Witterungs- und Klimasensibilität sind sie zudem vom Wetter und von möglichen Klimaänderungen abhängig.

Stauwasserboden (Pseudogley) aus Löss über stark verwitterten Ablagerungen der Rhein-Hauptterrasse im Kottenforst bei Bonn. Vermutlich hat sich der Pseudogley aus einer Parabraunnerde entwickelt.- © G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres