Mein Auftrag

ist überschaubar und doch anspruchsvoll:

  • Aufweichen toniger Fest- und Lockergesteine als ungegliederte kohärente, plastische Bodenmasse, dabei behalte ich häufig die Farbe meiner Ausgangsgesteine
  • Wasseranlagerung und Aufweitung mehrschichtiger Tonminerale
  • Quellung und Schrumpfung
  • Bildung von Absonderungsgefüge in Form von Polyedern und Prismen, häufig mit seidig glänzenden Trennflächen
  • Bildung von biologischen Krümeln im Oberboden
  • Wiederholte Durchmischung der Bodenmasse (Peloturbation) im Wechsel der Nass-, Feucht- und Trockenphasen

Meine Lieblingsminerale sind Smectite und Vermiculite mit inneren Oberflächen von 600 bis 800 m² pro Gramm. Die inneren Oberflächen entstehen durch Aufweitung der Zwischenräume zwischen den Schichtpaketren der Tonminerale. Wasser und Anionen/Kationen können eingelagert und wieder abgegeben werden. Die Wassereinlagerung führt zu Bodenquellung, die Wasserverdunstung zu Bodenschrumpfung. So kann ich vor allem im Winter und im Frühling mehrere Zentimeter wachsen und im Sommer und Frühherbst wieder sacken.

Im Verlauf der sommerlichen Austrocknung bilden sich Schrumpfrisse, Prismen und Polyeder treten deutlich hervor. ©  Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau,  Abteilung 9 im Regierungspräsidium Freiburg