Spargelbeete bei Hünxe-Drevenack, Niederrhein. Spargelböden werden regelmäßig tief bearbeitet. Auf diese Weise entsteht ein bis ca. 70 cm Bodentiefe gleichmäßig humushaltiger Boden. Vor allen in Landschaften mit Sanddecken sind heute Spargelböden überall in Deutschland verbreitet. Foto: G. Milbert Kuratorium Boden des Jahres
Durch das Pflügen mit dem Beetpflug entstehen ‚Ackerberge‘ oder Wölbäcker, da der Pflug Bodenmaterial zur Mitte eines 12 – 20 m breiten langen Streifens anhäuft. Unter Wald bleiben Wölbacker als Zeugnisse einer früheren Bodenbearbeitungstechnik erhalten. Foto: T. Simon, Geologischer Dienst NRW
Im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden von Hand schmale Gräben ausgehoben und der Aushub in Streifen abgelegt. Auf diese Weise entstanden Rabatten, die während der Vegetationszeit oberhalb des Grundwasserspiegels liegen und für viele Laubbaumarten günstige Verhältnisse bieten. Die Rabatten wurden in Reihe bepflanzt. Aus Sumpfgebieten entwickelten sich Laubwaldstandorte für die Forstwirtschaft. Foto: M. Dworschak, Geologischer Dienst NRW
Am Rand von Burgen und entlang der Stadmauern mittelalterlicher Städte haben sich Burgböden entwickelt. Sie enthalten Mauerreste, Hausmüll, Knochenreste und zahlreiche weitere Artefakte. Meist sind diese Böden humusreich und fruchtbar. Häufig werden sie heute gartenbaulich genutzt. Gartenanlage entlang der Stadtmauer in Andernach, Mittelrhein. Foto: G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres.
Lehmkuhle an einem Bauernhof in Winternam, Niederrhein. Bis ins 19. Jahrhundert war es üblich, zum Bau von Bauernhöfen unmittelbar vor Ort durch Wanderarbeiter Lehm abzugraben, in Handarbeit zu Ziegeln zu formen, an der Luft zu trocknen und anschließend in Meilern zu brennen. In Hofnähe entstanden z.T. großflächige Lehmgruben, die bis heute erhalten sind. Durch Tieferlegen der Bodenoberfläche bis zum Grundwasserspiegel entwickelten sich neue Grundwasserböden, die häufig durch spätere Grundwasserabsenkungen wieder belüftet wurden. Sie sind Zeugnisse mehrfacher kulturgeschichtlicher Eingriffe. Foto: G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres
Archäologischer Park Kalkriese, Osnabrücker Bergland. Hier wurde eine Bodendecke aus Plaggeneschböden abgetragen, um den darunter begrabenen Boden freizulegen. Dieser Boden ist das Archiv einer Schlacht zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 nach Christus. Zahlreiche Fundstücke konnten geborgen werden und sind im Römermuseum Kalkriese ausgestellt. Foto: A. Deppe, Geologischer Dienst NRW
Hohlweg am Schaephuisener Höhenzug, Unterer Niederrhein. Hohlwege haben sich als Folge langer Befahrung ohne festen Wegbelag tief ins Gelände eingeschnitten. Neue Böden sind an den seitlichen Böschungen entstanden. Häufig sind Hohlwege Transportbahnen für erodiertes Bodenmaterial und beschleunigen die Abfuhr des breiigen Bodenmaterials ins Tal erheblich. Foto: M. Dworschak, Geologischer Dienst NRW
Ackerterrassen, Ostwestfalen. Im Bergland wurden häufig meist schmale und langgezoene Ackerterrassen angelegt, um Hanglagen landwirtschaftlich nutzen zu können. Hangaufwärts entstanden auf den terrassierten Flächen flachgründige Böden mit einer Ackerkrume über einer Schuttdecke. An der Böschungskante entwickelten sich tiefgründigere Böden. Die Böschungen waren meist verbuscht oder trugen Waldbaumarten. Diese kleingliedrige Kultulandschaft ist wegen ihrer Artenvielfalt wertvoll. Heute werden die Ackerterrassen nicht mehr landwirtschftlich genutzt und veruschen. Foto: R. Prietz, Geologischer Dienst NRW







