Vulkanboden

Vulkanböden (Andosole) sind meist tiefreichend humos und chemisch sehr reaktiv. Sie besitzen stets ein sehr hohes Porenvolumen und sind deshalb auffallend locker. Während 1 m³ trockener Boden aus Lösslehm unter Ackernutzung zwischen 1,4 und 1,6 Tonnen wiegt, wiegt 1 m³ Vulkanboden zwischen 0,7 und 0,9 Tonnen. Diese Böden besitzen besonders große Mengen an austauschbare Anionen und speichern mehr Phosphate in anionischer Form als andere Böden. Sie sind Zeugnisse der vulkanischen Naturgeschichte zum Beispiel in der Eifel, in Böden mit hohem Bimsanteil im Westerwald und auch in anderen vulkanisch geprägten Gebieten wie der Lausitz.

Andosol - Vulkanboden

Vulkanboden (Andosol) im Kraterwall des Mosenberg-Vulkans bei Manderscheid in der Eifel. Geschmolzenes Gestein wurden von Vulkan ringförmig um seinen Krater abgelagert. Beim Erkalten haben sich vulkanische Gläser entwickelt. Böden mit vulkanischen Gläsern reichern viel Humus an, sie sind locker und meist nährstoffreich. Diese besonderen und seltenen Böden sind Zeugnis der noch jungen vulknische Geschichte in der Eifel. © Gerhard Milbert, Kuratorium Boden des Jahres