Eisen wird häufig in Böden gelöst (abgereichert), durch Wasser in der Landschaft verlagert und in anderen Böden wieder ausgefällt (angereichert). Böden mit Eisenanreicherungen erhalten die zusätzliche Benennung ‚eisenreich‘. Vor allem stark saure und gleichzeitig wasserreiche Böden neigen zur Eisenverlagerung, Eisenoxid wird im wassergesättigten Milieu reduziert und damit löslich und kann in der Landschaft umgelagert werden.
Eisenreicher Grundwasserboden im Vennvorland bei Monschau. Aus eisenreichen Sedimenten kann Eisen gelöst und durch lateralen Hangwasserzug in Senken verlagert und angereichert werden. Gebankte bis stark verfestigte Bereiche mit Eisenanreicherungen enstehen (Raseneisenstein). Foto: G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres
Raseneisenstein wurde am Niederrehein und im Münsterland bereits von den Kelten abgebaut und in Rennöfen verhüttet. Die Eisenverlagerungen sind Naturgeschichte, ihr Abbau Kulturgeschichte.

