Feldbrand-Lehmkuhle Winternam

Lehmkuhle an einem Bauernhof in Winternam, Niederrhein. Bis ins 19. Jahrhundert war es üblich, zum Bau von Bauernhöfen unmittelbar vor Ort durch Wanderarbeiter Lehm abzugraben, in Handarbeit zu Ziegeln zu formen, an der Luft zu trocknen und anschließend in Meilern zu brennen. In Hofnähe entstanden z.T. großflächige Lehmgruben, die bis heute erhalten sind. Durch Tieferlegen der Bodenoberfläche bis zum Grundwasserspiegel entwickelten sich neue Grundwasserböden, die häufig durch spätere Grundwasserabsenkungen wieder belüftet wurden. Sie sind Zeugnisse mehrfacher kulturgeschichtlicher Eingriffe. Foto: G. Milbert, Kuratorium Boden des Jahres